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Boomshakalaka

LIVE: LEMUR | Aftershow DJs: Timson & AmonRA

Fr 18
Mai
Beginn: 21:00
Vorverkauf: 10,00 € /
AK: 13,00 €
HipHop | Rap

Boomshakalaka

LIVE:
LEMUR [Kreismusik]

Aftershow DJs:
Timson & AmonRA

Als vor einiger Zeit die Herren von Grau unfassbar mit ihrem Konzert bei uns überzeugt haben, war irgendwie klar, eine Wiedereinladung ist obligatorisch. Aber Herr von Grau sind Schnee von gestern... doch Lemur ist.... sozusagen Schnee von morgen.
Lemur, der Wahlberliner Rapper und Produzent, hat keinen Bock mehr aufs Menschsein. Mutiert zum Feuchtnasenaffen redet er Klartext: Die Tiere haben Beef mit uns. Der Planet übrigens auch. Aber egal. Lasst uns feiern, bis es zu Ende geht, denn stigge-di-sterben tun wir sowieso alle irgendwann.
Lemurs aktuelles Album „Die Rache der Tiere“ ist ein einziger Abgesang auf den Zustand unserer Gesellschaft. Seine menschliche Schlachteplatte startet ganz weit oben, in der Freiheit des Weltalls. Dann schmiert sie songweise ab, dringt tief ein in den Gemischtwarenladen des Lebens, um sich am Ende doch noch einmal in die Lüfte zu schwingen. Denn auch das ist Lemur: hypersensibel bis bipolar schwankt er von einer glücklichen Phase in einen depressiven, misanthropischen Zustand und wieder zurück. „Auf dieser Platte ist das Gefühl des Aufbruchs in sehr vielen Songs ein Thema. Die Erkenntnis, nach allem Abgründigen, das ich erlebt habe, immer noch am Leben und ziemlich gesund zu sein, und außerdem das machen zu können, was ich liebe, hat viele Zweifel und Ängste besiegt.“
Ein Lemur muss tun, was ein Lemur tun muss. Er baut die besten Beats wenn’s ihm scheiße geht, rappt er in „Batterie“, und so bringen auch seine schlechtesten Gemütsphasen noch Positives hervor. Die Energie richtet er gegen alles, was ihn kaputtmacht – religiöse Konflikte, soziale Gleichschaltung, Online-Zeitverschwendung, der Kater am Montagmorgen. Doch am Ende geht die Sonne auf, auch wenn er sie gar nicht gleich erkennt, zu lange hat er sie schon nicht mehr gesehen. Eine musikalische Melange zwischen Boom Bap und Elektronik, wie gewohnt handgemacht. Er flowt wie der Amazonas, kombiniert komplexe Textpatterns mit Melodie-Elementen und fesselt all seine Rapskills auf den selbstgebauten, adipös-wummernden Beats. Im kuscheligen Label-Zuhause der Käptn Peng-Familie zu einem glücklicheren Mensch geworden findet der Künstler heute den Nährboden für seine musikalischen Visionen, die sich zunehmend von Genregrenzen befreien. „Heute ist es ziemlich egal, vor was für ein Publikum man mich stellt: Ich werde es rocken.“
Anekdote zu „Die Rache der Tiere“:
„Da ich ja, auch nach bald drei Jahren Lemur, immer noch ständig gefragt werde, wieso ich Lemur und nicht mehr Herr von Grau heiße, habe ich gedacht, ich muss die Geschichte, wie ich mich in einen Feuchtnasenaffen verwandelte, in einem Song erzählen. Die Aufnahmen dazu fanden in der heißesten Phase des letzten Sommers statt, mit Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke in meinem nicht klimatisierten Mini-Home-Studio, zu einer Zeit, in der ich tagelang nicht schlief. Einmal bin ich in der Gesangskabine umgekippt. Als ich wieder zu mir kam, merkte ich, dass auf dem Boden das Wasser stand, das mein Schweiß war, und ich lag mit der Nase mittendrin.“
Na klar! Und weil Boomshakalaka nur Boomshakalaka ist wenn es nach dem Konzert noch die Gelegenheit für einen gepflegten Rapdaaaance gibt, sprich Aftershowparty, wird diese Aufgabe vertrauensvoll in DJ Coins erfahrene Hände gelegt. Fantastisch.

Fahrplan


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