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Fremden begegnen - sich begegnen
Weil er uns Angst macht, stellt der
Fremde unsere eigene Rolle in der
Gesellschaft in Frage.
Ich muss ihn nur ansehen, um zu
Ýbegreifen, dass auch ich, in den Augen
eines anderen, ein Fremder sein kann.
Für ihn wäre ich jemand, der ihn
Angst macht. Betrachtet man die ganze
Menschheit, so kann man schließen,
dass wir allesamt Fremde sind.
Wir alle tragen etwas in uns, das uns
nicht gehört, das wir nicht enträtseln,
in das wir nicht vordringen können.
Weil er mir auf eine Weise ähnlich ist,
erschreckt mich der Fremde.
Letztlich fürchte ich ihn nur,
weil ich vor mir selbst erschrecke.
Wie, wenn ich der andere wäre?
Die Wahrheit ist: Er gleicht mir.
Elie Wiesel
Unter das Motto ěRassismus erkennen- Farbe bekennen hat der Ökumenische Vorbereitungsausschuß bundesweit die diesjährigen Interkulturellen Wochen gestellt.
Jeden Tag werden in Deutschland Menschen wegen ihrer Andersartigkeit angegriffen. Wichtig ist es, dies nicht tatenlos hinzunehmen, sondern Rassismus aufzudecken und ihn zu überwinden. Aber das benötigt Mut, Entschlossenheit und sehr viel Zivilcourage.
Das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche ěRassismus erkennen- Farbe bekennen will dazu aufrufen, zu diesem Thema Stellung zu beziehen und sich zu engagieren: im Alltag, am Arbeitsplatz aber auch im Freundeskreis, wenn Witze oder abfällige Bemerkungen über Migranten gemacht werden.
musik between worlds
mit GeorgeBishop und René Rohmann
Die seit 1996 eng befreundeten Musiker suchen in ihrer Arbeit nach der "schöpferischen Kraft des Klanges" und erschaffen ein homogenes Ganzes, als entspränge es nur einem von Beiden, und doch breitet sich ein Orchester von faszinierender Klangästhetik aus. Ihre Musik ist ein fast philosophischer Potpourri aus den verschiedenen Hochkulturen der Welt und vermittelt einen spannungsreichen Bogen von Klang- und Rhythmussprachen. Zugleich verschmelzen Komposition und Improvisation auf der Basis eines musikalischen Mythos. Die Musiker selbst: "Wir haben das Anliegen, bei den Höhrern die Vorstellungskraft zu inspirieren, unbekannte Dimensionen des Bewusstseins zu wecken, vor allem, Gefühle zu vermitteln."
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